Glauben und Zweifeln

Ich habe gefunden, wonach ich suchte

Als ich dich suchte, fand ich dich nicht.
Stundenlang über Bücher gebeugt, Gesprächen zugehört, nachgedacht,
aber trotzdem keine Spur von dir, als ich dich am notwendigsten zu brauchen glaubte.

Dann hörte ich auf, dich zu suchen,
glaubte, es sei vergeblich.
Die Dunkelheit war unerträglich, die Hoffnungslosigkeit endlos

Und dann,
ich fand dich, plötzlich, unerwartet und auf vielfältige Weise
in einer über und über mit Gold verzierten Kirche
in Gesprächen mit Kollegen
in Gesten von Fremden
in Bildern
in Nachrichten
überall Spuren von Dir
die mir den Weg wiesen.
Den Weg zu einer Entscheidung
ein kleiner Sieg, unbedeutend zwar, aber ein Sieg

Wir begegneten uns als Grundverschiedene, und sind doch Verbündete im Leben

Erkenntnis

Was machen wir, wenn wir jemanden gern haben und der andere uns nicht versteht?

Es bleibt nur eines übrig: dem, den wir gern haben, durch noch größere Liebe zu verstehen zu geben, dass wir ihn wirklich gern haben, denn Liebe kann nur durch Liebe geweckt werden, niemals durch Manipulation oder Gewalt.

(aus „Die große Frage an Gott“, J. B. Brantschen, S. 43)

Erkenntnis II

„Nie hat ein Mensch nach irgendetwas so sehr begehrt, wie Gott danach begehrt, den Menschen dahin zu bringen, dass er ihn erkenne.“

(Meister Eckhart, christlicher Mystiker des Mittelalters)

und es gibt ihn doch….

Wenn das Leben trostlos scheint,
wie der Himmel mit Wolken verhangen.
Wenn der Weg ins Nichts zu führen scheint,
mit Sträuchern verwachsen.
Wenn der Tunnel dunkel scheint,
das Licht erloschen.

Und dann plötzlich
ein Sonnenstrahl,
ein Pfad,
ein Licht!

Das Leben geht weiter,
so wie die Erde sich dreht.
Der Glaube nährt die Hoffnung,
dass nach dem tiefsten, dunkelsten Tal
wieder die höchsten, hellsten Berge kommen.

… und es gibt ihn doch!

 

 

 

 

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